Dezentrale Installationstechnik bei Zentis
Die Firma ZENTIS mit Hauptsitz in Aachen ist einer der führenden europäischen Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Milch- und Backwarenindustrie, Konfitüren, süße Cremes sowie Süßwaren.
Dezentrales Automatisierungskonzept
Media Converter MCP12P
Um eine störungsfreie Kommunikation mit der Steuerung zu gewährleisten, wurde der PROFIBUS - DP als redundanter Ring über Glasfaser in der mehrstöckigen Produktionshalle ausgelegt. Auf den Etagen wird die Ansteuerung der dezentralen Feldbusbaugruppen über die Siemens Baureihe SIMATIC® ET 200X mit Kunststofflichtwellenleiter (POF) realisiert.
Die Umsetzung erfolgt im Zusammenspiel mit dem Profibus Optical Link Module (OLM) von Siemens und dem HARTING Media Converter MCP12P. Dieser ist mit hybrider Anschlusstechnik für die optische Signalübertragung des PROFIBUS - DP sowie der 24 Volt Spannungsversorgung für die dezentralen Peripheriegeräte ausgerüstet.
Hybride Wanddurchführung Han-Brid® Cu
In der Produktionslinie des Ceralien("Reis"-)kochers wird alternativ eine kupfergebundene, hybride Installationstechnik eingesetzt. Die Einspeisung der elektrischen Datenleitung für den PROFIBUS® - DP und der 24 Volt Spannungsversorgung für die dezentralen Feldbusbaugruppen erfolgt im Schaltschrankraum über HARTING-InduNet® Systemkomponenten in die Cu/Cu Hybridleitung. Damit können auf einfache Weise herkömmliche und hybride Feldbusinstallationen miteinander kombiniert werden.
Die Übertragungsrate des Profibus beträgt 12 MBit/s.
Schaltschrankloses Installationskonzept
Siemens SIMATIC® ET 200X Basismodul mit Hybrid-Steckverbindung
Als dezentrale Feldbusbaugruppe wird die SIMATIC® ET 200X mit standardisierter Han-Brid® Cu Schnittstelle eingesetzt. Diese Feldbussteckverbindung kann sowohl für den Anschluss von Busleitung als auch für Hybridleitung eingesetzt werden. Letztere beinhaltet die 24 Volt Spannungsversorgung (geschaltet für NOT-AUS / nicht geschaltet für Elektronik- und Sensorversorgung) für die dezentralen Feldbusgeräte. Für den Abschluss des Profibus Netzwerkes stehen IP 65 Abschluss-Steckverbinder mit Han-Brid® Cu Schnittstelle zur Verfügung.
Bei der dezentralen Installation in der Schutzart IP 65 über die SIMATIC® ET 200X werden die benötigten digitalen und analogen Ein- und Ausgangssignale anlagennah installiert und nur durch Schutzvorhänge gegen direkte Spritzwassereinwirkungen geschützt. Dies bedeutet eine Reduzierung von dezentralen Schaltschränken und Klemmenkästen. Alle Anschlüsse für die Sensorik und Aktorik sind steckbar ausgeführt und können im Servicefall durch das Bedienpersonal schnell ausgetauscht werden. Für den Anschluss der dezentralen Feldbusbaugruppen werden vorkonfektionierte Hybridleitungen eingesetzt.
Vorteile der dezentralen und standardisierten Installationstechnik
Dezentrale Peripheriestation ET 200X für Sensorik/Aktorik mit hybrider LWL/Cu Installationstechnik
Der Einsatz dezentraler Feldgeräte ermöglicht die direkte, platzsparende Montage ohne Schaltschrank in der Maschine oder Anlage. Die Feldgeräte sind durchgängig mit standardisierten Steckverbindungen für Daten und Energie ausgerüstet. Die gesamte Installation wird durch den Einsatz von Systemkabeln einfach, schnell und fehlerfrei durchgeführt. So reduzieren sich die kostenintensiven Verkabelungs- und Montagezeiten.
HARTING bietet mit dem Installationssystem HARTING-InduNet® Lösungen für eine intelligente Daten- und Leistungsverteilung in industriellen Maschinen und Anlagen.
Anwendernutzen
Prinzipschaltbild der Vakuumkochanlage
Bei ZENTIS ist man sehr zufrieden mit dem eingeschlagenen Weg der dezentralen und standardisierten Automatisierungslösung. Das Ziel, einer Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit und gleichzeitiger Reduzierung des Montageaufwandes, wurde erreicht. Zukünftige Anlagenerweiterungen können flexibel in das Konzept eingebracht werden. Für die Instandhaltung konnte durch die Steckbarkeit der Komponenten eine deutliche Reduzierung der Stillstandszeiten erreicht werden.
HARTING-InduNet®, das Installationssystem für Daten- und Leistungsverteilung an industriellen Maschinen und Anlagen, führt zu Kostenreduzierungen durch den konsequenten Einsatz von standardisierten Schnittstellen für die Kommunikation und Energie.


